Wasser in der Dusche läuft nicht richtig ab – worauf man achten sollte

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 8. Juni 2026 21:42

Bleibt das Wasser in der Dusche stehen oder fließt nur zögerlich ab, sind oft alltägliche Ursachen dafür verantwortlich: Haare, Seifenreste, Kalkablagerungen oder eine ungünstige Führung der Rohre. Meist lässt sich die Ursache mit wenigen gezielten Kontrollen eingrenzen, bevor der Ablauf oder die Leitungen selbst überprüft werden müssen.

Wichtig ist vor allem die Reihenfolge. Erst den sichtbaren Bereich prüfen, dann den Siphon und den Ablauf, danach die Leitung und zuletzt mögliche Planungs- oder Einbaufehler. Wer systematisch vorgeht, vermeidet unnötige Arbeit und erkennt schneller, ob eine einfache Reinigung reicht oder ob ein tieferer Defekt vorliegt.

Woran man die Ursache zuerst erkennt

Langsam ablaufendes Wasser ist kein einzelnes Problem, sondern ein Symptom mit mehreren möglichen Auslösern. Entscheidend ist, wie sich der Abfluss verhält: Gluckert es, steigt Wasser kurz an, bleibt nur ein dünner Film stehen oder sammelt sich das Wasser direkt rund um den Ablauf? Diese Unterschiede helfen bei der Diagnose.

Bleibt das Wasser nur in einer flachen Pfütze rund um den Ablauf stehen, ist häufig der Ablauf selbst oder der Rost mit Schmutz zugesetzt. Läuft das Wasser dagegen erst normal ab und wird dann langsamer, spricht das eher für eine teilweise Verengung weiter hinten im Rohr. Gluckergeräusche deuten oft darauf hin, dass Luft schlecht nachströmt oder die Leitung bereits stärker belegt ist.

Auch die Duschform spielt mit hinein. Eine bodengleiche Dusche, eine Duschtasse oder ein flacher Duschbereich reagieren unterschiedlich empfindlich auf kleine Ablagerungen. Bei sehr flachen Abläufen reicht schon wenig Schmutz, damit das Wasser sichtbar stehen bleibt.

Der erste Blick spart oft viel Arbeit

Bevor man Werkzeug holt, lohnt sich ein kurzer Rundgang mit offenem Blick. Oft sitzt die Störung direkt dort, wo das Wasser in den Ablauf läuft. Haare verfangen sich gern am Sieb, an der Geruchsverschlusstechnik oder am Rand des Ablaufs, besonders wenn lange Haare, Duschgelreste und Kalk zusammenkommen.

Wer den Bereich trocken wischt und anschließend Wasser laufen lässt, sieht besser, wo sich das Wasser staut. So lässt sich erkennen, ob der Ablauf mittig arbeitet oder ob sich das Wasser eher zur Seite drückt. Das ist wichtig, weil bei manchen Duschen nicht der Abfluss selbst das Problem ist, sondern das Gefälle des Bodens.

Auch Duschmatten, lose Einlagen oder falsch sitzende Abdeckungen können den Abfluss bremsen. Das wird gern übersehen, weil die Ursache so banal wirkt. Gerade bei modernen, flachen Duschlösungen reicht eine kleine Fremdseite im Wasserweg, damit sich Ablagerungen schneller sammeln.

Häufige Ursachen im Ablauf

Die meisten Störungen entstehen im sichtbaren Bereich des Ablaufs oder direkt dahinter. Haare bilden dabei oft das Grundgerüst, an dem Seifenreste und Kalk hängen bleiben. Mit der Zeit wird daraus eine zähe Masse, die den Querschnitt immer weiter verengt.

Ein zweiter Klassiker ist Kalk. In Regionen mit hartem Wasser lagert er sich an Rohrwänden, Dichtungen und im Siphon ab. Kalk allein macht den Ablauf selten komplett dicht, verstärkt aber jeden anderen Schmutz. Wer also regelmäßig Kalkablagerungen sieht, sollte den Abfluss nicht nur reinigen, sondern auch die Ursache für die Wiederkehr mitdenken.

Manchmal sitzt das Problem am Geruchsverschluss. Der Geruchsverschluss hält Kanalgerüche zurück, kann aber selbst verschmutzen oder durch falschen Sitz den Durchfluss behindern. Wenn der Siphon entnommen werden kann, zeigt sich dort oft sehr schnell, ob eine gründliche Reinigung reicht.

In anderen Fällen liegt ein Teil der Störung tiefer in der Leitung. Dann hilft das Reinigen am Ablauf nur kurz. Das passiert häufig, wenn die Dusche längere Zeit selten genutzt wurde oder wenn sich schon über Monate Ablagerungen aufgebaut haben. Das Wasser fließt dann nach der Reinigung kurz besser, wird aber bald wieder langsam.

So geht man sinnvoll vor

Eine gute Reihenfolge spart Zeit und schont die Installation. Zuerst sollte der sichtbare Bereich geprüft und gereinigt werden. Danach folgt der Geruchsverschluss, sofern er zugänglich ist. Erst wenn beide Stellen sauber sind und das Wasser immer noch schlecht abläuft, lohnt sich der Blick tiefer in die Leitung.

Anleitung
1Abdeckung abheben und groben Schmutz entfernen.
2Geruchsverschluss oder Einlaufteil nach Herstelleraufbau lösen.
3Alle sichtbaren Ablagerungen mit warmem Wasser anlösen.
4Haare und Beläge mit Bürste oder Kunststoffspatel aufnehmen.
5Bauteile wieder einsetzen und auf festen Sitz prüfen.

  • Abdeckung abnehmen und sichtbare Ablagerungen entfernen.
  • Sieb, Einsatz oder Haarefänger gründlich reinigen.
  • Geruchsverschluss entnehmen und ausspülen, falls das Modell dafür vorgesehen ist.
  • Mit warmem Wasser spülen und beobachten, wie schnell das Wasser abläuft.
  • Bei weiterem Rückstau die Leitung mit geeigneten Mitteln oder Werkzeugen prüfen.

Diese Reihenfolge ist bewusst schonend aufgebaut. Wer direkt mit aggressiven Mitteln oder starker Mechanik startet, verteilt Schmutz oft nur weiter ins Rohr oder beschädigt Dichtungen. Gerade bei Duschen mit empfindlichen Kunststoffteilen ist das unnötig riskant.

Wenn das Gefälle eine Rolle spielt

Nicht jeder langsame Abfluss ist ein Reinigungsproblem. Manche Duschen haben ein unzureichendes Gefälle, sodass das Wasser zwar zum Ablauf wandert, aber nicht zügig genug nachläuft. Das fällt besonders bei sehr flachen Duschflächen auf, wenn immer eine kleine Wasserlache stehen bleibt.

Ein zu geringes Gefälle kann nach einer Sanierung, bei nachträglich eingebauten Duschen oder bei älteren Installationen auftreten. Dann ist der Ablauf selbst sauber, doch das Wasser sucht sich nur langsam den Weg. Das ist besonders ärgerlich, weil eine Reinigung keine dauerhafte Besserung bringt.

Auch Verformungen im Untergrund können eine Rolle spielen. Wenn sich Fliesen, Träger oder Duschwanne minimal gesetzt haben, verändert sich der Wasserlauf. Schon wenige Millimeter reichen manchmal aus, um die Restmenge Wasser sichtbar zu vergrößern. Wer den Boden genau beobachtet, erkennt häufig, dass das Wasser immer an derselben Stelle stehen bleibt.

Was man bei Rohr und Siphon beachten sollte

Der Siphon ist ein sinnvoller Baustein gegen Gerüche, kann aber selbst zum Engpass werden. Er sollte nicht nur frei, sondern auch richtig eingesetzt sein. Eine schief sitzende Dichtung, ein verdrehter Einsatz oder ein nicht sauber eingerasteter Deckel kann den Durchfluss verschlechtern und zusätzlich Geruch durchlassen.

Wenn der Siphon entnommen werden kann, sollte er vollständig gereinigt werden. Dabei reicht es oft nicht, nur oberflächlichen Schmutz auszuwischen. Innen sitzen häufig feine Beläge, die sich wie eine schmierige Schicht anfühlen und das Wasser bremsen. Warmes Wasser, eine Bürste und etwas Geduld helfen hier mehr als Hektik.

Ist der Siphon sauber und der Ablauf trotzdem träge, kommt die Leitung dahinter in den Blick. Gerade bei älteren Installationen können Ablagerungen in waagerechten Rohrabschnitten sitzen. Dort sammelt sich Schmutz bevorzugt, weil das Wasser langsamer fließt und Rückstände leichter haften bleiben.

Typische Fehler bei der Reinigung

Ein häufiger Fehler ist, nur von oben zu reinigen und den Rest zu ignorieren. Das wirkt zunächst erfolgreich, weil das Wasser kurz besser läuft. Die eigentliche Ursache bleibt aber im Rohr und meldet sich bald wieder.

Ebenso problematisch sind zu harte Werkzeuge. Metallhaken, scharfe Kanten oder ungeeignete Spiralen können Dichtungen beschädigen oder Kunststoffteile verkratzen. Danach sind neue Ablagerungen oft noch leichter zu halten. Wer mit Werkzeug arbeitet, sollte immer darauf achten, dass keine empfindlichen Bauteile mit Gewalt belastet werden.

Ein weiterer Trugschluss ist die Annahme, dass jedes Mittel aus dem Handel für jeden Ablauf geeignet ist. Manche Reiniger greifen Dichtungen oder Beschichtungen an. Andere lösen zwar organische Reste, kommen aber gegen Kalk kaum an. Darum ist die Ursache wichtig, bevor man ein Mittel auswählt.

Woran man erkennt, dass es tiefer sitzt

Wenn das Wasser trotz gründlicher Reinigung nur langsam abläuft, ist oft mehr als nur Schmutz im sichtbaren Bereich beteiligt. Ein deutliches Zeichen ist, wenn mehrere Abläufe im Bad ebenfalls träge reagieren. Dann liegt die Ursache eher in einer gemeinsamen Leitung oder in der Entlüftung.

Auch wiederkehrender Rückstau nach kurzer Zeit weist auf eine tiefer sitzende Engstelle hin. In solchen Fällen hilft es, nicht immer wieder nur den oberen Teil zu säubern, sondern den Ablauf der Leitung zu prüfen. Gerade in älteren Gebäuden können Ablagerungen, Gefälleprobleme oder eine ungünstige Rohrführung zusammenspielen.

Wenn beim Ablaufen Gluckern, Blubbern oder ein wechselnder Wasserstand auftritt, sollte die Entlüftung mitgedacht werden. Eine Leitung, die schlecht Luft nachführt, arbeitet langsamer. Das heißt nicht automatisch, dass ein großer Defekt vorliegt, aber der Ablauf funktioniert dann eben auch nicht sauber.

Wann Fachwissen sinnvoll wird

Es gibt Situationen, in denen Handarbeit an ihre Grenze kommt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Ablauf zwar gereinigt ist, das Wasser aber weiterhin zurücksteht, oder wenn man an die Rohrführung nicht sinnvoll herankommt. Auch bei verdeckten Schäden, undichten Verbindungen oder gebrochenen Teilen sollte man vorsichtig sein.

Wer zur Miete wohnt, sollte bei tieferen Eingriffen außerdem die Zuständigkeit klären. Kleinere Reinigungen sind meist unproblematisch, bei größeren Arbeiten ist aber wichtig, nichts zu beschädigen oder ungewollt zu verändern. Bei Eigentum gilt wiederum: Wenn Leitungen oder Abdichtung betroffen sind, ist sauberes Vorgehen wichtiger als Schnelligkeit.

Ein Fachbetrieb prüft bei hartnäckigen Fällen häufig mit geeigneten Werkzeugen den Ablauf, die Einbausituation und mögliche Verengungen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn wiederholt Verstopfungen auftreten oder wenn Feuchtigkeit an anderen Stellen sichtbar wird. Dann geht es nicht mehr nur um Durchfluss, sondern auch um den Schutz der Bausubstanz.

So beugt man neuen Ablagerungen vor

Die beste Vorsorge ist kein großer Aufwand. Haare regelmäßig aus dem Ablauf entfernen, gelegentlich mit heißem Wasser nachspülen und Seifenreste nicht dauerhaft im Bereich des Abflusses stehen lassen, hilft schon viel. Wer nach dem Duschen kurz nachspült, reduziert die Menge an Rückständen deutlich.

Bei hartem Wasser lohnt sich ein Blick auf Kalk. Ein Ablauf, der regelmäßig gereinigt wird, setzt sich langsamer zu. Auch ein passender Haarfänger kann viel Arbeit ersparen, sofern er gut sitzt und den Wasserfluss nicht selbst bremst. Wichtig ist nur, ihn regelmäßig zu leeren, sonst wird aus der Hilfe schnell die nächste Engstelle.

Bei neueren Duschen sollte außerdem darauf geachtet werden, dass Abdeckung und Einsatz korrekt montiert sind. Schon kleine Versätze können den Wasserlauf verändern. Das fällt oft erst auf, wenn das Problem nach einer Reparatur oder Reinigung plötzlich wieder auftaucht.

Ein paar typische Alltagssituationen

In einer kleinen Mietwohnung mit bodengleicher Dusche sammelt sich nach einigen Wochen immer wieder Wasser rund um den Ablauf. Nach dem Entfernen der Abdeckung zeigt sich ein Haarbüschel direkt am Sieb. Nach der Reinigung läuft das Wasser wieder zügig ab, und das Problem verschwindet für längere Zeit.

In einem älteren Bad mit Duschtasse ist der Ablauf sauber, trotzdem steht nach dem Duschen eine dünne Wasserfläche stehen. Hier liegt die Ursache eher beim schwachen Gefälle oder einer leichten Setzung der Wanne. Reinigung bringt nur wenig, weil das Wasser mechanisch zu langsam zum Ablauf geführt wird.

In einem frisch sanierten Bad gluckert der Ablauf nach kurzer Zeit und reagiert immer langsamer. Der Siphon ist frei, doch weiter hinten sitzt offenbar eine Verengung in der Leitung. Hier hilft ein tieferer Blick in den Rohrverlauf, weil der sichtbare Bereich keine ausreichende Erklärung mehr liefert.

Wer diese Muster kennt, kann schneller unterscheiden, ob ein einfacher Reinigungsschritt reicht oder ob die Ursache im Aufbau der Dusche steckt. Genau dieser Unterschied spart am Ende Zeit, Material und unnötige Eingriffe.

Am zuverlässigsten ist ein Vorgehen in Etappen: erst beobachten, dann reinigen, dann prüfen, ob der Ablauf dauerhaft frei bleibt. So lässt sich der Fehler meist gut eingrenzen, ohne an der falschen Stelle anzusetzen.

Abfluss, Ablaufkappe und Duschrinne richtig prüfen

Bevor an Leitungen oder Gefälle gedacht wird, lohnt sich ein sauberer Blick auf die sichtbaren Bauteile. Gerade in der Dusche sammeln sich Haare, Seifenreste und Kalk zuerst dort, wo das Wasser durch die Öffnung muss. Bei einer klassischen Punktentwässerung ist der herausnehmbare Einsatz oft der erste Prüfpunkt. Er sollte frei sein, sauber sitzen und sich ohne Gewalt entnehmen lassen. In einer Duschrinne sind es meist der Rost, der Schmutzfang und die darunterliegende Kassette, die den Durchfluss stark beeinflussen können.

Wasser, das nur langsam abläuft, hat häufig keine große Ursache hinter der Oberfläche. Schon eine teilverstopfte Ablaufkappe reicht aus, damit sich nach dem Duschen ein Film oder sogar eine kleine Pfütze bildet. Wer den Ablauf öffnet, sollte nicht nur lose Haare entfernen, sondern auch die Randbereiche kontrollieren. Dort lagern sich Rückstände gern als zäher Belag ab. Ein weiches Werkzeug, warmes Wasser und ein passender Reiniger genügen in vielen Fällen, um die Durchlässigkeit wieder herzustellen.

  • Ablaufrost oder Abdeckung abnehmen und auf sichtbare Ablagerungen prüfen
  • Haarsieb, Geruchsverschluss und Schmutzfang vollständig reinigen
  • Randfugen auf Pflegeprodukte, Seifenfilm und Kalkränder kontrollieren
  • Nach dem Einsetzen einen kurzen Test mit mehreren Litern Wasser durchführen

Rückstau, Luft und Geruchsverschluss im Zusammenspiel verstehen

Nicht jeder langsame Abfluss liegt an einer Verstopfung. Auch der Aufbau der Entwässerung kann eine Rolle spielen. Der Geruchsverschluss muss mit Wasser gefüllt sein, damit Kanalgerüche nicht zurückkommen. Ist er zu leer, falsch montiert oder verschmutzt, verändert sich das Abflussverhalten. Teilweise zieht sich das Wasser beim Abfließen auch verzögert zurück, weil Luft nur schlecht nachströmen kann. Dann wirkt der Ablauf erst einmal frei, während die Menge trotzdem zu langsam verschwindet.

Wer den Geruchsverschluss ausbaut oder öffnet, sollte die Dichtflächen sauber halten und alle Teile in der richtigen Lage einsetzen. Schon ein schief sitzender Einsatz reicht aus, um den Durchsatz zu mindern. Bei manchen Duschen sitzt unter der Abdeckung eine kleine Ventil- oder Kartuscheneinheit, die für Reinigung und Wartung herausgenommen werden kann. Diese Teile dürfen nicht verklebt oder verkantet eingebaut werden, sonst wird aus einer einfachen Pflegearbeit schnell ein dauerhaft schwacher Ablauf.

Ein weiterer Punkt ist das Einströmen von Wasser aus dem Duschkopf. Große Wassermengen in kurzer Zeit überlasten schwache Abläufe schneller als ein gleichmäßiger Strahl. Wer die Armatur auf sehr hohen Durchsatz einstellt, merkt ein Problem oft zuerst am stehenden Wasser im Duschbereich. Dann lohnt sich der Vergleich zwischen Wasserzufuhr und tatsächlicher Ablaufleistung.

Werkzeuge, Reinigungsmittel und ein sauberes Vorgehen

Für die Reinigung braucht es keine aufwendige Ausrüstung, aber die richtige Reihenfolge spart Zeit und schont die Bauteile. Sinnvoll sind Handschuhe, ein kleiner Eimer, weiche Bürsten, ein Kunststoffspatel und ein Lappen, der nicht fusselt. Metallwerkzeuge sollten nur mit Vorsicht eingesetzt werden, damit Dichtungen, Beschichtungen und die Oberfläche der Rinne nicht beschädigt werden. Besonders bei modernen bodengleichen Duschen sind saubere Kanten und intakte Dichtbereiche wichtig.

  1. Abdeckung abheben und groben Schmutz entfernen.
  2. Geruchsverschluss oder Einlaufteil nach Herstelleraufbau lösen.
  3. Alle sichtbaren Ablagerungen mit warmem Wasser anlösen.
  4. Haare und Beläge mit Bürste oder Kunststoffspatel aufnehmen.
  5. Bauteile wieder einsetzen und auf festen Sitz prüfen.
  6. Mit einer größeren Wassermenge den Ablauf beobachten.

Bei Kalk hilft oft ein geeigneter Reiniger, der auf die vorhandenen Materialien abgestimmt ist. Bei Naturstein, speziellen Beschichtungen oder empfindlichen Dichtungen müssen aggressive Mittel vermieden werden. Essig kann zwar gegen Kalk helfen, ist aber nicht für jede Oberfläche sinnvoll. Wer unsicher ist, testet das Mittel an einer unauffälligen Stelle und spült danach gründlich nach. Die Reinigung soll die Abflussleistung verbessern, nicht neue Schäden erzeugen.

Montagefehler, Fugen und Randzonen als stille Ursache

Bleibt das Wasser trotz sauberem Ablauf stehen, liegt die Ursache manchmal am Aufbau der Dusche selbst. Ein ungenaues Gefälle, eine unsauber angearbeitete Abdichtung oder eine Fuge, die Wasser an falsche Stellen lenkt, beeinflusst den Ablauf spürbar. Gerade in gefliesten Duschen entscheidet die Ausführung im Millimeterbereich darüber, ob das Wasser sauber zum Ablauf läuft oder sich an einer Kante sammelt. Auch eine zu hohe Silikonwulst am Rand kann den Wasserweg bremsen.

Die Randzonen verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit. Dort setzen sich Schmutz und Seifenreste nicht nur sichtbar ab, sondern verändern auch den Fluss entlang der Fläche. Wenn sich Wasser immer an derselben Stelle sammelt, sollte geprüft werden, ob Fliesen leicht abgesackt sind, die Rinne nicht exakt sitzt oder die Fugen beschädigt sind. In solchen Fällen hilft reine Reinigung nur vorübergehend. Dann muss die Ursache im Aufbau behoben werden, etwa durch Nacharbeiten am Untergrund, das Erneuern einzelner Fugen oder das fachgerechte Neujustieren der Entwässerung.

Auch die Übergänge zwischen Duschfläche und angrenzendem Boden sind wichtig. Ein schwacher Ablauf wird dort besonders schnell sichtbar, weil sich das Wasser an kleinen Unebenheiten staut. Bei bodengleichen Anlagen sollte die Fläche deshalb mit einer ruhigen, gleichmäßigen Neigung ausgeführt sein. Schon kleine Abweichungen zeigen sich im Alltag sofort, vor allem wenn mehrere Personen nacheinander duschen oder wenn viel Schaum verwendet wird.

FAQ

Welche ersten Schritte sind bei einem langsam ablaufenden Duschwasser sinnvoll?

Zuerst sollte der sichtbare Bereich geprüft werden. Haare, Seifenreste und Kalk am Ablaufrost lassen sich oft schon entfernen, bevor man tiefer in die Installation eingreift.

Woran erkennt man, ob der Ablauf nur oberflächlich verstopft ist?

Bleibt das Wasser vor allem direkt um den Ablauf stehen, liegt die Ursache häufig in der oberen Schicht. Läuft es nach dem Reinigen deutlich besser ab, war meist nur der Siphonbereich oder der Einsatz verschmutzt.

Welche Werkzeuge sind für die erste Reinigung hilfreich?

Praktisch sind ein Handschuh, ein Eimer, ein Schraubendreher für den Rost, eine Bürste und ein Abflussreiniger mit mechanischer Wirkung. Ein einfacher Haken oder eine Abflussspirale hilft, Haare aus dem Rohr zu ziehen.

Kann man einen Duschablauf selbst auseinandernehmen?

Oft lässt sich der Rost oder Einsatz ohne großen Aufwand entnehmen. Dabei sollte man sorgfältig vorgehen, damit Dichtungen, Halterungen und sichtbare Kunststoffteile nicht beschädigt werden.

Welche Rolle spielt der Siphon bei diesem Problem?

Der Siphon sammelt Schmutz und kann den Durchfluss stark bremsen. Wird er gereinigt, sollte man die Dichtung wieder sauber einsetzen und den Sitz prüfen, damit später nichts tropft.

Warum läuft Wasser nach einer Reinigung manchmal trotzdem noch schlecht ab?

Dann sitzt die Ursache häufig tiefer im Rohr oder es liegt an einer ungünstigen Leitungsführung. Auch Rückstände aus älteren Ablagerungen können nach einer ersten Reinigung weiterhin den Querschnitt einengen.

Hilft heißes Wasser gegen Ablagerungen?

Heißes Wasser kann fettige Rückstände lösen, ersetzt aber keine gründliche Reinigung. Bei Kalk und Haaren braucht es zusätzlich mechanische Arbeit, sonst bleibt der Engpass bestehen.

Welche Fehler sollte man bei chemischen Mitteln vermeiden?

Zu viel Reiniger kann Dichtungen, Kunststoffteile und die Oberflächen im Ablauf angreifen. Außerdem lösen solche Mittel Verstopfungen nicht immer vollständig, sodass das Wasser nach kurzer Zeit erneut stehen bleibt.

Woran erkennt man, dass ein Fachbetrieb nötig ist?

Wenn das Wasser in mehreren Abläufen gleichzeitig schlecht abläuft oder es aus anderen Öffnungen zurückdrückt, spricht das für ein tieferes Problem. Auch wiederkehrende Gerüche oder gluckernde Geräusche deuten auf eine Störung in der Leitung hin.

Wie lässt sich ein sauberer Ablauf langfristig erhalten?

Ein Haarsieb, regelmäßiges Ausspülen und gelegentliches Entfernen von Ablagerungen halten den Durchfluss stabil. Wer nach dem Duschen kurz nachspült und den Rost sauber hält, verringert das Risiko neuer Engstellen deutlich.

Fazit

Ein langsam ablaufender Duschbereich lässt sich oft mit einer sauberen Kontrolle von Ablauf, Siphon und Rohrsystem beheben. Entscheidend ist, schrittweise vorzugehen und erst die gut erreichbaren Stellen zu reinigen, bevor man tiefere Ursachen annimmt.

Bleibt das Problem trotz gründlicher Arbeit bestehen, sollte die Leitung fachgerecht geprüft werden. So lassen sich Folgeschäden vermeiden und die Dusche funktioniert wieder zuverlässig.

Checkliste
  • Abdeckung abnehmen und sichtbare Ablagerungen entfernen.
  • Sieb, Einsatz oder Haarefänger gründlich reinigen.
  • Geruchsverschluss entnehmen und ausspülen, falls das Modell dafür vorgesehen ist.
  • Mit warmem Wasser spülen und beobachten, wie schnell das Wasser abläuft.
  • Bei weiterem Rückstau die Leitung mit geeigneten Mitteln oder Werkzeugen prüfen.

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