Für die meisten Haushalte klappt es mit 6–10 m², wenn Waschmaschine, Trockner, Wäschekorb, Putzschrank und etwas Stauraum unterkommen sollen. Sobald du Technik (Heizung/Wärmepumpe), Vorräte, Gefriertruhe oder einen Durchgang einplanst, landest du in der Praxis eher bei 10–15 m² oder mehr. Entscheidend ist weniger „eine Zahl“, sondern Gerätetiefe + Bewegungsflächen + Türen/Wege – damit du auch nach zwei Jahren noch gern dort arbeitest.
Warum die Quadratmeterzahl allein oft in die Irre führt
Viele Planungen scheitern nicht daran, dass der Raum „zu klein“ ist, sondern daran, dass die Nutzbarkeit unterschätzt wird. Ein 7‑m²‑Raum kann großartig funktionieren, wenn er rechteckig ist, die Tür richtig sitzt und die Geräte an einer Wand „in einer Linie“ stehen. Derselbe Raum kann sich winzig anfühlen, wenn die Tür in den Laufweg schwenkt, die Geräte gegenüberstehen und man ständig um Körbe herumslalomiert.
Wenn du also wissen willst, wie groß dein Hauswirtschaftsraum sein muss, ist die richtige Denkweise: erst Inhalte und Abläufe, dann die Fläche. Stell dir typische Situationen vor: Wäsche aus dem Bad reintragen, sortieren, waschen, trocknen, falten, wegräumen. Dazu Putzmittel nachfüllen, Staubsauger rausziehen, vielleicht noch Pakete ablegen. Wenn diese Wege sauber sind, wirkt der Raum automatisch „groß genug“.
Die drei Haupttreiber für die benötigte Größe
Im Alltag bestimmen drei Faktoren fast immer, ob der HWR knapp oder entspannt wirkt.
1) Geräte-Setup
Ein HWR nur für Waschmaschine und Trockner braucht weniger Fläche als ein Raum, der zusätzlich Gefriertruhe, Getränkekisten, Spülbecken, Heizungsanlage oder einen großen Putzschrank aufnehmen soll.
2) Bewegungs- und Bedienflächen
Geräte lassen sich nur dann sinnvoll nutzen, wenn du vor ihnen stehen, Türen öffnen und Wäsche handhaben kannst. Besonders tückisch sind: Frontklappen, Auszüge, Körbe und der „Faltplatz“.
3) Türen, Wege, Durchgang
Ein HWR als Durchgang zum Garten oder zur Garage braucht ganz andere Laufwege als ein „toter“ Raum am Flur. Türen, die ungünstig aufgehen, kosten gefühlt sofort einen Quadratmeter.
Typische Geräte und ihre Platzanforderungen (realistisch gedacht)
Damit du planen kannst, brauchst du grobe Orientierungswerte. Maße variieren je nach Modell, aber folgende Größen sind im Wohnbau sehr typisch:
- Waschmaschine: etwa 60 cm breit, 60–65 cm tief; vorne brauchst du Platz für Tür/Beladung.
- Trockner: ähnlich wie Waschmaschine; als Wärmepumpentrockner oft etwas tiefer.
- Waschturm (übereinander): spart Stellfläche, braucht dafür gute Erreichbarkeit und stabile Aufstellung.
- Gefriertruhe: häufig 55–75 cm tief, je nach Größe 70–150 cm breit; Deckel muss nach oben aufgehen.
- Gefrierschrank: eher „schrankartig“, braucht davor Öffnungsfläche für Tür und Auszüge.
- Putzschrank: 40–60 cm tief; wichtig ist die Türöffnung und das Rangieren mit Staubsauger/Wischer.
- Spülbecken/Waschtrog: mit Unterschrank meist 60 cm tief; dazu Abstellfläche rechts/links macht’s erst wirklich praktisch.
- Regale/Vorrat: 30–40 cm Tiefe reichen oft; tiefere Regale werden schnell zu „Vergessenslöchern“.
Der häufigste Denkfehler: Man addiert nur Gerätemaße und vergisst, dass der Raum auch während der Nutzung funktionieren muss. Eine Waschmaschinentür, die gegen einen Wäschekorb stößt, ist auf dem Plan unsichtbar – im Alltag aber dauernd im Weg.
So leitest du aus deinen Geräten die passende Raumgröße ab
Am besten gehst du vom Grundriss her vor: Welche Wand ist sinnvoll für die „Gerätezeile“, welche für Stauraum, wo ist die Tür, wo kann ein Arbeitsplatz zum Sortieren/Falten hin?
Eine bewährte Herangehensweise sieht so aus:
- Schritt 1: Schreibe alles auf, was wirklich in den HWR soll (auch Wäschekorb, Getränkekisten, Staubsauger, Bügelbrett).
- Schritt 2: Entscheide, ob Waschmaschine/Trockner nebeneinander oder übereinander stehen.
- Schritt 3: Plane mindestens eine durchgehende Abstellfläche ein (für Korb, Wäsche, Waschmittel, kurz „ablegen“).
- Schritt 4: Prüfe die Türbewegung und den Laufweg: Kannst du mit einem vollen Wäschekorb rein, dich drehen und arbeiten?
- Schritt 5: Erst dann legst du die Fläche fest: lieber 0,5–1 m² Reserve als einen Raum, der auf Kante genäht ist.
Wenn du dabei merkst, dass du ständig Kompromisse machst („Tür geht nur halb auf“, „Faltplatz gibt es nicht“, „Gefriertruhe blockiert den Weg“), ist das ein klares Zeichen: Fläche oder Anordnung anpassen.
Faustwerte: Welche HWR-Größen in der Praxis gut funktionieren
Diese Spannweiten sind als Orientierung gedacht. Wichtig: Ein gut geschnittener Raum am unteren Ende kann besser sein als ein ungünstiger Raum am oberen Ende.
4–6 m²: Minimal-HWR
Geeignet, wenn du Waschmaschine und Trockner als Turm planst und nur begrenzt Stauraum brauchst. Es funktioniert, aber du brauchst Ordnung und eine klare Gerätezeile. Für Gefriertruhe, Waschtrog und größere Vorräte wird es schnell eng.
6–10 m²: Alltags-tauglicher Standard
Hier passen Waschmaschine + Trockner (auch nebeneinander), dazu Schränke/Regale, Wäschekörbe und ein kleiner Sortier-/Faltbereich. Das ist die Größenordnung, in der die meisten Familien ohne Dauerfrust arbeiten können, sofern die Tür und die Wege passen.
10–15 m²: Komfortabel, auch mit Zusatzfunktionen
Ideal, wenn neben Wäschepflege auch Vorräte, Getränkekisten, Gefriergerät oder ein Waschtrog unterkommen sollen. Außerdem bleibt Platz für einen „Puffer“: Pakete abstellen, nasse Schuhe, Putzeimer – Dinge, die im echten Leben eben auftreten.
15 m²+: Hauswirtschaftsraum als Technik- und Organisationszentrale
Sinnvoll, wenn Heiztechnik, Hausanschlüsse, Lüftung, Warmwasserspeicher, große Schränke oder sogar ein kleiner Näh-/Bastelbereich hinein sollen. Hier lohnt sich eine sehr saubere Zonierung, sonst wird aus „groß“ schnell „vollgestellt“.
Wäschezone, Putzzone, Vorratszone: Warum Zonen die Fläche „vergrößern“
Ein HWR wird dann angenehm, wenn jede Aufgabe ihren Platz hat. Das ist keine Design-Spielerei, sondern spart Schritte und verhindert Chaos.
Wäschezone: Waschmaschine/Trockner, Wäschekorb-Stellplatz, Abstellfläche, idealerweise ein Platz zum Falten. Wenn du oft bügelst, lohnt ein Ort, an dem Brett und Eisen schnell greifbar sind.
Putzzone: Staubsauger, Wischer, Putzeimer, Putzmittel. Wichtig ist hier vor allem die Höhe (Stielgeräte) und dass du Dinge rausziehen kannst, ohne andere umzustellen.
Vorratszone: Regale mit moderater Tiefe, damit du siehst, was du hast. Wenn du Getränkekisten lagerst, plane den Bodenbereich so, dass du sie nicht jedes Mal über eine Schwelle heben musst.
Wenn diese Zonen sich gegenseitig blockieren, wirkt selbst ein 12‑m²‑Raum eng. Wenn sie sauber getrennt sind, kann ein 7‑m²‑Raum erstaunlich „leicht“ funktionieren.
Tür, Laufweg, Engstellen: Das unterschätzte Platzproblem
In vielen Grundrissen ist der HWR ein Nebenraum, in den „irgendwie“ eine Tür gesetzt wird. Und genau da wird es oft teuer: Eine ungünstige Tür kann dir die beste Planung kaputtmachen.
Typische Engstellen:
- Tür schlägt in den Raum und blockiert Wäschekörbe oder Gerätefronten.
- Durchgang zur Garage/Garten führt mitten durch die Arbeitszone.
- Gegenüberliegende Schrankreihen lassen keinen angenehmen Gang mehr.
- Gefriertruhe lässt sich öffnen, aber dann kommst du an nichts anderes mehr.
Wenn du einen Durchgang brauchst, plane den Laufweg wie eine kleine „Straße“: frei, ohne Auszüge in den Weg, ohne Stolperstellen. Wenn der HWR dagegen ein Sackgassenraum ist, kannst du viel eher mit einer kompakten Arbeitszone arbeiten.
Waschturm oder nebeneinander? So entscheidest du sinnvoll
Die Entscheidung hat großen Einfluss auf die Mindestgröße.
Übereinander (Waschturm) spart Stellfläche. Das ist ideal, wenn der Raum schmal ist oder du daneben noch einen Schrank brauchst. Im Alltag musst du aber beachten: Du kommst an die obere Maschine anders ran, und die Abstellfläche zum Sortieren/Falten fehlt dann häufig, wenn sie nicht extra geplant wird.
Nebeneinander braucht mehr Wandlänge, fühlt sich aber oft entspannter an. Du kannst oben eine durchgehende Arbeitsplatte setzen, Wäsche ablegen, Körbe abstellen und Waschmittel griffbereit halten. Wenn du viel Wäsche hast, ist diese durchgehende Fläche Gold wert.
Wenn du unsicher bist: Stell dir vor, du willst einen vollen Korb abstellen, Fleckenmittel auftragen, Knöpfe prüfen, Taschen leeren. Wenn du dafür keine stabile Fläche hast, wird der Boden schnell zur Arbeitsplatte – und das endet meist in Chaos.
Feuchte, Wärme, Geräusche: Warum auch das die Größe beeinflusst
Ein HWR ist oft ein „Technikraum im Kleinen“. Selbst wenn du nur wäschst, entstehen Feuchte und Wärme. Zu eng geplant bedeutet häufig: schlechte Luftzirkulation, feuchte Ecken, mehr Gerüche und länger nasse Textilien.
Auch Geräusche spielen rein: Wenn Waschmaschine und Trockner sehr nah an der Tür oder an leichten Trennwänden stehen, hört man es eher im Flur oder Wohnbereich. Ein paar zusätzliche Zentimeter für eine sinnvolle Positionierung oder einen Schrank als „Puffer“ können das Wohnen spürbar angenehmer machen.
Wenn der HWR gleichzeitig Hausanschlüsse oder Heiztechnik enthält, brauchst du außerdem Platz, damit Wartung möglich bleibt. Das ist weniger eine Komfortfrage als eine, bei der du später froh bist, nicht mit dem Techniker Tetris spielen zu müssen.
Typische Planungsfehler, die später richtig nerven
Das passiert oft, weil man beim Planen den „leeren Raum“ sieht, aber nicht die Nutzung in Bewegung.
Zu tiefe Regale
Vorräte verschwinden hinten, vorn steht ein zweites Chaos. Moderate Tiefe ist meist praktischer.
Kein definierter Korbplatz
Wenn der Wäschekorb keinen festen Ort hat, steht er immer da, wo du gerade lang willst. Plane eine Ecke oder Nische dafür ein.
Fehlende Abstellfläche
Ohne Fläche zum Ablegen wird der Boden genutzt. Dann wird aus „HWR“ schnell „Abstellkammer mit Geräten“.
Türschwenk und Gerätefront kollidieren
Klingt banal, ist aber einer der häufigsten Gründe, warum Räume auf dem Papier funktionieren und im Alltag nicht.
Alles muss in einen Raum
Manchmal ist die beste Lösung nicht „größer“, sondern „klüger verteilt“: Getränkekisten in die Speisekammer, Putzgeräte in einen Flurschrank, selten genutzte Dinge in den Keller. Dann darf der HWR wieder das sein, was er soll: ein funktionaler Arbeitsraum.
Praxisbeispiele aus typischen Haushalten
Praxisbeispiel 1: Paarhaushalt, wenig Stauraum, Fokus Wäsche
Der HWR hat etwa 6 m² und ist schmal. Waschmaschine und Trockner stehen als Turm, daneben ein Hochschrank für Staubsauger und Putzmittel. Eine kleine Abstellfläche klappt an der Wand herunter, damit Wäsche nicht auf dem Boden landet. Ergebnis: kompakt, aber alltagstauglich, weil der Laufweg frei bleibt.
Praxisbeispiel 2: Familie mit Kindern, viel Wäsche, Wunsch nach Ordnung
Hier sind es rund 10–12 m². Waschmaschine und Trockner stehen nebeneinander mit durchgehender Platte, darunter Platz für zwei Wäschekörbe (hell/dunkel). Gegenüber ein Regal für Vorräte mit moderater Tiefe, plus ein fester Platz für Getränkekisten. Ergebnis: weniger „Wäscheberge“, weil Sortieren und Falten automatisch in den Ablauf passen.
Praxisbeispiel 3: Haus mit Technik im HWR, Durchgang zur Garage
Der Raum liegt bei 14–16 m² und hat einen klaren Gang von Tür zu Tür. Technik ist an einer Wand gebündelt, davor bleibt Wartungsraum frei. Wäschezone und Putzschrank sind so gesetzt, dass Türen und Auszüge nicht in den Laufweg ragen. Ergebnis: Der HWR bleibt Durchgang und Arbeitsraum zugleich, ohne dass man sich ständig ausweichen muss.
Wenn du wenig Platz hast: Lösungen, die wirklich helfen
Manchmal sind die Quadratmeter fix, und du musst aus dem Raum das Beste machen. Dann helfen ein paar robuste Prinzipien.
Arbeite in der Höhe
Ein schlanker Hochschrank, Hakenleisten, Halter für Stielgeräte und ein Regal über der Arbeitsplatte bringen oft mehr als ein zusätzliches tiefes Regal am Boden.
Setze auf eine klare Gerätezeile
Wenn möglich: Geräte an eine Wand, gegenüber nur flacher Stauraum. So bleibt ein angenehmer Gang.
Plane „Parkplätze“
Wäschekorb, Tritthocker, Putzeimer: Wenn diese Dinge keinen festen Platz haben, stehen sie im Weg. Ein definierter Stellplatz wirkt wie ein zusätzlicher Quadratmeter.
Überlege, was wirklich in den HWR muss
Wenn der Raum zu klein wird, ist Auslagern oft die sauberste Lösung: selten genutzte Putzmittel in einen anderen Schrank, Vorräte in eine Speisekammer, Getränkekisten in einen Kellerbereich.
Welche Raumform sich bewährt (und welche oft Probleme macht)
Ein rechteckiger Raum ist meist am leichtesten zu möblieren, weil du eine lange Wand als Gerätezeile nutzen kannst. Quadratische Räume wirken zwar „groß“, führen aber schnell zu gegenüberliegenden Schrankfronten und damit zu einem engen Mittelgang.
Besonders gut funktioniert oft ein Schnitt, bei dem du eine Arbeitswand (Waschen/Trocknen/Abstellfläche) und eine Stauraumwand (Regale/Hochschrank) hast. Dazwischen bleibt ein Gang, der auch mit Korb in der Hand nicht zur Geduldsprobe wird.
Fragen & Antworten aus der Planungspraxis
Reichen 6 m² für Waschmaschine und Trockner?
Oft ja, wenn du sie als Turm stapelst oder sehr sauber an einer Wand planst. Entscheidend ist, dass du eine kleine Abstellfläche und einen festen Platz für Wäschekörbe einplanst. Ohne diese zwei Punkte wirkt der Raum schnell überfüllt.
Wie viel Platz brauche ich vor Waschmaschine und Trockner?
Du brauchst genug Bewegungsfläche, um die Tür zu öffnen und Wäsche zu entnehmen, ohne dich zu verrenken. In engen Räumen helfen klare Laufwege und das Vermeiden von gegenüberliegenden tiefen Schränken. Wenn du beim Öffnen schon an Körbe stößt, ist die Anordnung meist der größere Hebel als „mehr Quadratmeter“.
Ist ein Waschturm immer die beste Lösung bei kleinen Räumen?
Er spart Stellfläche, kann aber im Alltag unpraktischer sein, wenn dir eine durchgehende Arbeitsplatte fehlt. Wenn du viel Wäsche hast, ist eine Ablage zum Sortieren und Falten fast wichtiger als die letzten 60 cm Stellbreite. Ein Turm funktioniert am besten, wenn du daneben eine echte Abstellfläche planst.
Passt eine Gefriertruhe in einen normalen Hauswirtschaftsraum?
Ja, aber sie ist ein Platzfresser, weil der Deckel nach oben aufgehen muss und du davor stehen möchtest. In schmalen Räumen blockiert sie schnell den Laufweg oder andere Türen. Ein Gefrierschrank ist oft leichter zu integrieren, braucht aber ebenfalls Öffnungsfläche.
Wie groß sollte der HWR sein, wenn auch Heizung oder Wärmepumpe darin steht?
Dann solltest du mehr Reserve einplanen, weil Wartung und Bedienung Platz benötigen. Häufig landet man eher im Bereich 10–15 m², je nach Technik und Anordnung. Wichtig ist, die Technik so zu platzieren, dass der Arbeitsbereich für Wäsche nicht ständig im Weg ist.
Was ist besser: Regale oder Schränke?
Regale sind übersichtlich und flexibel, wirken aber schneller unruhig, wenn viel Kleinteiliges herumsteht. Schränke schlucken optisch Chaos und schützen vor Staub, brauchen dafür Türöffnungsraum. In der Praxis ist eine Mischung sinnvoll: offen für Vorräte, geschlossen für Putzkram und „alles, was keiner sehen will“.
Wie verhindere ich, dass der HWR zur Abstellkammer wird?
Mit klaren Zonen und festen Stellplätzen für die typischen „Wanderobjekte“ wie Körbe und Kisten. Hilfreich ist auch eine begrenzte „Pufferfläche“, auf der kurzfristig etwas stehen darf. Wenn es gar keinen Puffer gibt, landet alles auf dem Boden und bleibt dort.
Kann ein Hauswirtschaftsraum zu groß sein?
Selten wegen der Funktion, eher wegen der Gewohnheit: Je größer, desto mehr wird dort geparkt. Ohne Struktur wird ein großer HWR schnell zu einem Lagerraum, in dem Arbeiten wieder schwerfällt. Mit Zonierung und festen Bereichen bleibt er auch groß angenehm nutzbar.
Wie viel Zeit sollte ich für die Planung realistisch einplanen?
Für die Geräte- und Ablaufplanung reichen oft ein bis zwei Abende, wenn du deine Geräte und Gewohnheiten kennst. Wenn Technik, Durchgänge oder Sonderwünsche dazukommen, lohnt eine sorgfältigere Runde mit Skizze und Maßen. Die Zeit ist gut investiert, weil Nachbessern später teuer oder unmöglich sein kann.
Welche Alternative gibt es, wenn der HWR zu klein ist?
Du kannst Funktionen auslagern: Vorräte in eine Speisekammer, Putzgeräte in einen Flurschrank, Wäschekörbe in das Bad oder in einen Einbauschrank. Außerdem kann ein platzsparender Waschturm plus klappbare Ablage den Raum deutlich entlasten. Manchmal reicht schon das Umplanen der Tür, um plötzlich „mehr Raum“ zu haben.
Fazit
Wenn du nur Wäschepflege und etwas Stauraum brauchst, sind 6–10 m² häufig ausreichend. Für Technik, Gefriergerät, Vorräte oder einen Durchgang sind 10–15 m² meist die entspanntere Liga. Plane vom Ablauf her, gib Türen und Laufwegen Vorrang und gönn dir eine echte Abstellfläche – dann passt nicht nur „alles hinein“, sondern es funktioniert auch im Alltag.