Geschirrspüler zieht Feuchtigkeit in den Schrank: So erkennt man das Problem

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 8. Juni 2026 21:53

Feuchtigkeit am oder im Nachbarschaftsschrank kommt meist nicht von ungefähr. Häufig steckt eine undichte Türdichtung, ein ungünstiger Einbau oder Kondenswasser hinter dem Problem.

Wer früh prüft, kann Schäden an Holz, Beschichtung und Fugen oft begrenzen. Entscheidend ist, die Spur der Feuchtigkeit sauber zu verfolgen: außen, innen, unten oder nur nach dem Spülgang.

Woher die Feuchtigkeit wirklich kommt

Feuchtigkeit am Möbel neben dem Gerät hat fast immer eine klare Ursache. Der Geschirrspüler selbst ist nur der Ort, an dem Wasser, Dampf und Wärme zusammenkommen; der Schrank daneben zeigt dann die Schwachstelle im Aufbau.

Am häufigsten treten drei Wege auf. Erstens gelangt Wasser direkt aus dem Gerät heraus, etwa über eine Türdichtung, einen verzogenen Bottichbereich oder eine undichte Schlauchführung. Zweitens sammelt sich Dampf im Spalt zwischen Gerät und Möbel und schlägt sich dort nieder. Drittens wird Feuchtigkeit von unten oder hinten in den Schrank gezogen, weil die Fuge am Korpus offen ist oder die Nische keine saubere Abdichtung hat.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen nasser Oberfläche und tatsächlichem Wassereintritt. Eine leicht feuchte Kante nach dem Spülgang deutet oft auf Kondenswasser hin. Eine aufquellende Spanplatte, dunkle Verfärbung oder muffiger Geruch spricht eher für wiederholten Wasserkontakt über längere Zeit.

Die ersten Anzeichen richtig lesen

Ein Schaden kündigt sich meistens leise an. Erst wird die Seitenwand des Schranks an einer Stelle rauer, später wellt sich die Kante, und irgendwann haftet die Beschichtung nicht mehr sauber. Bei lackierten Fronten zeigt sich die Stelle oft als matter Fleck oder als kleiner Verzug am Rand.

Auffällig ist auch, wenn der Schrank nur nach bestimmten Programmen betroffen ist. Das spricht eher für heißen Dampf und schwächere Belüftung als für eine klassische Undichtigkeit. Tritt die Feuchtigkeit unabhängig vom Programm auf, sollte man den Ablauf, die Türdichtung und die Anschlüsse genauer ansehen.

Ein einfacher Prüfweg hilft bei der Einordnung: Nach dem Spülgang die betroffene Zone trocken wischen, den Bereich markieren und beim nächsten Lauf erneut kontrollieren. Bleibt die Stelle trocken, war es vermutlich ein einmaliger Effekt. Wird sie wieder nass, liegt ein wiederkehrender Eintrag vor und damit eine echte Ursache.

Typische Ursachen im Einbau

Bei Einbaugeräten liegt das Problem oft weniger am Gerät selbst als an der Umgebung. Ein Geschirrspüler braucht seitlich, oben und hinten einen Einbau, der zu Modell und Möbel passt. Ist der Spalt zu eng, bleibt Wärme stehen und der Schrank arbeitet stärker mit.

Eine fehlende oder beschädigte Dampfschutzfolie ist ebenfalls ein Klassiker. Gerade bei Möbelseiten aus Spanplatte oder MDF genügt schon regelmäßig austretender Wasserdampf, damit die Kante nach einigen Wochen leidet. Auch eine ungenau sitzende Möbelfront kann dazu führen, dass sich der Türbereich nicht sauber schließt und feuchte Luft an die Seite zieht.

Manchmal ist die Nische zwar optisch sauber, technisch aber ungünstig. Wenn der Gerätedampfaustritt direkt auf eine ungeschützte Holzfläche trifft, entsteht ein Problem, das erst langsam sichtbar wird. In solchen Fällen hilft nicht nur Abdichten, sondern vor allem ein sauberer Aufbau mit hitze- und feuchtebeständigen Flächen.

Türdichtung, Scharniere und Verriegelung prüfen

Die Tür ist die häufigste Eintrittsstelle für Spritzwasser und Dampf. Eine gealterte Türdichtung wird hart, verformt sich oder liegt nicht mehr überall an. Dann reicht schon ein normaler Spülvorgang, damit feine Tropfen oder feuchte Luft an der Seite austreten.

Anleitung
1Gerät und Schrankbereich trocken wischen und die nasse Stelle markieren.
2Türdichtung, Scharniere, Sockel und Seitenkante prüfen.
3Einen Spülgang beobachten und die Feuchtequelle eingrenzen.
4Zwischen Kondenswasser, Einbaufehler und Leck unterscheiden.
5Erst danach abdichten, reparieren oder Teile austauschen.

Auch die Scharniere spielen mit hinein. Wenn die Tür schief hängt oder nicht gleichmäßig schließt, entsteht an einer Ecke ein kleiner Spalt. Der ist oft zu klein, um ihn auf den ersten Blick zu sehen, aber groß genug, um Feuchtigkeit durchzulassen.

Praktisch ist eine Sicht- und Papierprobe: Ein schmales Stück Papier an mehreren Stellen zwischen Tür und Dichtung legen und die Tür schließen. Lässt es sich an einer Stelle deutlich leichter herausziehen, ist dort der Anpressdruck schwächer. Das ist ein Hinweis, kein Beweis, aber für die weitere Suche sehr nützlich.

Kondenswasser von echtem Leck unterscheiden

Kondenswasser entsteht, wenn warme, feuchte Luft auf kühle Flächen trifft. Das passiert besonders häufig bei kurzen Programmen, bei kalten Küchen oder wenn das Gerät direkt nach dem Ende geöffnet wird und Dampf ungebremst in die Nische zieht. Dann ist die Feuchtigkeit oft oberflächlich und nach kurzer Zeit wieder weg.

Ein Leck verhält sich anders. Es hinterlässt wiederkehrende Nässe an derselben Stelle, oft mit Tropfspuren, Kalkrändern oder dunklen Schatten. Wenn der Boden im Schrank weich wird oder die Innenkante im Bereich der Sockelleiste aufquillt, sollte man von einem echten Wassereintrag ausgehen, nicht nur von Kondensfeuchte.

Der Unterschied ist wichtig, weil beide Fälle andere Maßnahmen brauchen. Gegen Kondenswasser helfen meist Abdichtung, Belüftung und ein besserer Lauf des Trocknungsprogramms. Gegen ein Leck helfen nur Reparatur, Austausch oder Neuabdichtung der betroffenen Stelle.

So geht man beim Prüfen sinnvoll vor

Am besten wird in einer ruhigen Reihenfolge geprüft, damit keine Ursache übersehen wird. Zuerst wird das Gerät außen trocken gewischt. Danach folgt der Blick auf Türdichtung, Seitenkanten, Bodenbereich und den Anschlussraum. Anschließend startet ein kurzer Lauf oder ein Spülgang mit Beobachtung an der verdächtigen Stelle.

Wenn Feuchtigkeit nur an der Seite des Schranks auftaucht, ist die Einbausituation zuerst dran. Wenn Wasser am Boden steht, gehören Zulauf, Ablauf und Gerätunterseite auf den Prüfstand. Wenn sich die Feuchte erst nach dem Öffnen zeigt, ist Dampf die wahrscheinlichere Erklärung.

Bei handwerklichen Arbeiten lohnt ein nüchterner Blick auf die Materialien. Unversiegelte Kanten, beschädigte Dekorflächen und offene Fugen reagieren empfindlich. Eine kleine Undichtigkeit ist dort schnell mehr als nur ein optischer Makel.

Was bei der Abdichtung wichtig ist

Eine Abdichtung muss zur Stelle passen. Nicht jede Silikonfuge ist sinnvoll, denn manche Bereiche brauchen Luft, andere Schutz vor Wasser. Direkt am Gerät dürfen nur geeignete, hitzebeständige und dauerhaft elastische Materialien verwendet werden.

Wenn die Seitenwand des Schranks betroffen ist, hilft oft eine Feuchteschutzfolie oder ein passender Kantenschutz. Ist die Rückseite offen, kann auch die Führung von Leitungen und Schläuchen ein Problem darstellen. Dann drückt nicht das Wasser selbst, sondern die feuchte Luft auf die Holzwerkstoffe.

Wichtig ist, die Ursache nicht mit einer dicken Dichtmasse zu überdecken. Wird der Fehler nur zugeschmiert, bleibt die eigentliche Schwachstelle bestehen. Das führt später oft zu einer größeren Schadstelle, weil Feuchtigkeit sich ihren Weg an anderer Stelle sucht.

Wenn die Möbel bereits Schaden genommen haben

Aufgequollene Kanten lassen sich nicht einfach zurückformen. Leicht betroffene Stellen können nach dem Trocknen stabilisiert und versiegelt werden, aber wenn das Material weich oder wellig ist, hilft häufig nur der Austausch des betroffenen Bauteils. Besonders kritisch sind Sockelbereiche und untere Seitenkanten, weil dort Feuchte lange stehen bleibt.

Vor jeder Reparatur muss das Material vollständig trocken sein. Wird zu früh versiegelt, bleibt Restfeuchte eingeschlossen, und die Stelle verschlechtert sich oft im Verborgenen. Ein offener Trocknungsschritt mit ausreichender Zeit ist daher kein Luxus, sondern die Grundlage für eine saubere Instandsetzung.

Bei dekorbeschichteten Platten lohnt ein Blick auf die Schadensgrenze. Kleine Kantenstellen können oft mit Kantenlack, Reparaturwachs oder einer neuen Schutzleiste beruhigt werden. Größere Aufblähungen deuten dagegen auf einen tieferen Schaden im Trägerwerkstoff hin.

Wenn die Ursache im Gerät steckt

Manche Probleme kommen tatsächlich aus dem Geschirrspüler selbst. Typisch sind gealterte Türdichtungen, ein lockerer Innenbereich, undichte Pumpenanschlüsse oder ein Problem an der Unterseite. Dann zeigt sich die Feuchtigkeit oft zuerst nach längeren Programmen oder während der Trockenphase.

Bei modernen Geräten sollte man auch die Einstellung für Trocknung und Türöffnung prüfen. Manche Modelle arbeiten mit einer Restfeuchte, die im Alltag unauffällig ist, in einer engen Einbaunische aber mehr Kondenswasser erzeugt als erwartet. Ein kleiner Wechsel im Programm oder in der Trocknungsart kann bereits zeigen, ob die Ursache eher technisch oder baulich ist.

Wenn Wasser aus dem unteren Bereich austritt, sind Reparaturen am Gerät selbst oft ein Fall für Fachkenntnis und Ersatzteile. Dann hilft es, vorab zu beobachten, ob die Nässe nur bei laufendem Betrieb oder schon im Stillstand auftritt. Das grenzt die Fehlerquelle deutlich ein.

Wie man Feuchtigkeit künftig besser vermeidet

Der beste Schutz ist ein sauberer Aufbau mit kontrollierter Luftführung. Die Nische sollte zum Gerät passen, empfindliche Kanten brauchen Schutz, und hinter dem Spülgerät darf sich Wärme nicht stauen. Eine kleine Fuge kann sinnvoll sein, wenn sie für Entlüftung sorgt und nicht direkt in Holzwerkstoffflächen eindringt.

Auch im Alltag hilft eine einfache Routine. Nach einem ungewöhnlich feuchten Spülgang den Bereich kurz prüfen, auffällige Stellen trocknen und die Entwicklung beobachten. Wer früh reagiert, verhindert oft, dass aus einem kleinen Kondensproblem ein echter Möbelschaden wird.

Bei Neuaufbau oder Austausch lohnt sich ein Blick auf feuchtebeständige Materialien, eine saubere Kantenversiegelung und eine passende Sockellösung. Das wirkt unscheinbar, macht aber im Betrieb den Unterschied zwischen „läuft problemlos“ und „warum quillt das hier schon wieder auf“.

Wann Fachhilfe sinnvoll ist

Sobald Wasser wiederholt an derselben Stelle austritt, sollte die Ursache nicht mehr nur geschätzt werden. Dann geht es um die sichere Trennung von Gerätedefekt, Einbaufehler und Möbelschaden. Wer am elektrischen Anschluss, an Wasserleitungen oder an der Geräteunterseite unsicher ist, sollte die Arbeiten übergeben.

Das gilt auch dann, wenn der Schrank bereits weich geworden ist oder die Nische sichtbar verfärbt ist. In solchen Fällen reicht reine Oberflächenpflege nicht mehr aus. Erst die Ursache beseitigen, dann die betroffenen Bauteile trockenlegen oder ersetzen, ist die Reihenfolge, die wirklich trägt.

Bei Einbauküchen ist es oft eine Mischung aus kleinen Details: eine leicht schiefe Tür, eine offene Kante, ein wenig Dampf und ein Material, das Feuchte nicht mag. Genau deshalb lohnt sich ein systematisches Vorgehen statt wildem Nachdichten an fünf Stellen gleichzeitig.

Ein sauberer Prüfweg im Alltag

  1. Gerät und Schrankbereich trocken wischen und die nasse Stelle markieren.
  2. Türdichtung, Scharniere, Sockel und Seitenkante prüfen.
  3. Einen Spülgang beobachten und die Feuchtequelle eingrenzen.
  4. Zwischen Kondenswasser, Einbaufehler und Leck unterscheiden.
  5. Erst danach abdichten, reparieren oder Teile austauschen.

Wer so vorgeht, spart sich viele Umwege. Die Feuchtequelle zeigt sich oft schneller als gedacht, wenn man nicht nur auf die nasse Stelle, sondern auf den gesamten Aufbau schaut.

Am Ende zählt vor allem eines: Feuchtigkeit gehört im Möbel neben dem Gerät nicht dauerhaft hin. Je früher die Ursache erkannt wird, desto kleiner bleibt der Schaden und desto einfacher wird die Reparatur.

Feuchtepfade am Unterschrank gezielt eingrenzen

Bei einem Einbaugerät reicht oft schon eine kleine Undichtigkeit, damit sich im Schrankraum dauerhaft Nässe sammelt. Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob Wasser sichtbar austritt, sondern auf welchem Weg es in den Möbelkorpus gelangt. Häufig läuft es zuerst unscheinbar an der Rückwand, unter dem Sockel oder entlang der seitlichen Kanten ab und bleibt dort lange unbemerkt. Wer den Bereich systematisch betrachtet, findet schneller die Stelle, an der Handlungsbedarf besteht.

Für die Eingrenzung lohnt ein sauberer Rundgang von außen nach innen. Zuerst den Boden vor dem Gerät prüfen, dann den Sockelbereich, anschließend die Seitenwände des Schranks und den Anschlussraum hinter dem Geschirrspüler. Feuchte Stellen zeigen oft ein Muster: Tropfspuren deuten eher auf eine Leitung oder auf einen Anschluss hin, während gleichmäßig aufquellendes Material auf länger wirkende Feuchte hinweist. Geruch, Verfärbungen und leicht wellige Kanten sind ebenfalls wichtige Hinweise, gerade bei beschichteten Spanplatten oder MDF.

  • Sockelleiste abnehmen und den unteren Bereich trocken auswischen.
  • Mit einer Lampe an Rückwand und Seiten entlangfahren.
  • Unter dem Gerät und an den Anschlussleitungen nach Tropfen suchen.
  • Die Kanten des Schranks auf Aufquellen, Ablösung oder dunkle Flecken prüfen.
  • Nach dem nächsten Spülgang erneut kontrollieren, wo neue Feuchtigkeit erscheint.

Gerät, Möbel und Anschlüsse getrennt prüfen

Ein brauchbarer Prüfweg trennt drei Bereiche sauber voneinander: das Gerät selbst, die Wasserführung und das Möbelumfeld. Im Gerät kommen unter anderem Türdichtung, Sprüharme, Pumpensumpf und Schläuche als Quelle infrage. Bei den Anschlüssen stehen Zulauf, Ablaufschlauch und die Verschraubungen im Fokus. Im Möbelbereich sind vor allem die Seitenwände, die Bodenplatte und die Kantenversiegelung kritisch, weil dort Feuchtigkeit schnell ins Material zieht.

Für den praktischen Ablauf ist ein Stufenplan hilfreich. Zuerst den Geschirrspüler leer laufen lassen und dabei mit offenem Sockelbereich beobachten, ob sich irgendwo Tropfen bilden. Danach den Zulaufhahn, den Aquastop-Bereich und den Ablaufanschluss kontrollieren. Erst wenn dort nichts auffällt, rückt der Blick auf Türschluss, Dichtlippe und den unteren Bereich der Tür. So vermeidet man, an der falschen Stelle zu suchen und unnötig Teile zu tauschen.

  1. Strom abschalten und Wasserzufuhr sichern.
  2. Sockel und Verkleidungen abnehmen, damit die Anschlusszone sichtbar wird.
  3. Alle Verschraubungen trocken tupfen und auf neue Nässe beobachten.
  4. Gerät wieder kurz betreiben und die Leckstelle mit Küchenpapier oder Tuch eingrenzen.
  5. Erst danach über Abdichtung, Teiltausch oder Nacharbeit entscheiden.

Einbaufehler beseitigen, damit keine neue Feuchte nachkommt

Ein Geschirrspüler zieht Feuchtigkeit in den Schrank nicht nur wegen eines Defekts, sondern oft auch durch ungünstigen Einbau. Zu enge Ausschnitte, fehlende Abstandsfugen oder eine unzureichend geschützte Korpuskante reichen aus, damit sich Kondensat und Spritzwasser an empfindlichen Stellen sammeln. Besonders problematisch ist es, wenn die Seiten des Geräts direkt an unversiegelte Möbelteile stoßen. Dann reicht schon häufiges Öffnen und Schließen, um Feuchtigkeit in eine verwundbare Fuge zu drücken.

Wer den Einbau nachbessern möchte, sollte auf saubere Kanten, dichte Auflageflächen und ausreichende Belüftung achten. Offene Spanplattenschnittkanten brauchen einen wirksamen Kantenschutz, etwa mit geeignetem Kantenumleimer, Lack oder Dichtmasse, je nach Aufbau. Auch der Sockelbereich sollte so ausgeführt sein, dass Luft zirkulieren kann und Restfeuchte entweicht. Das Gerät darf dabei nicht verkantet sitzen, weil eine schiefe Stellung die Türdichtung belastet und Leckagen begünstigen kann.

  • Einbautiefe und Seitenabstände mit Maßband prüfen.
  • Alle sichtbaren Schnittkanten im Feuchtebereich versiegeln.
  • Das Gerät waagerecht ausrichten, damit Tür und Dichtung sauber anliegen.
  • Sockel so anpassen, dass keine stauende Nässe im Möbelfach bleibt.
  • Nach der Nacharbeit einen Probelauf mit geöffnetem Sockelbereich durchführen.

Schäden im Möbel dauerhaft eindämmen und reparieren

Ist das Holzwerkstoffmaterial bereits aufgequollen, muss die Ursache zwar zuerst beseitigt werden, doch danach zählt die stabile Wiederherstellung. Weiche, aufgeblähte Zonen verlieren ihre Tragfähigkeit und halten neue Feuchtigkeit noch leichter fest. Deshalb sollten geschädigte Stellen nicht nur oberflächlich getrocknet, sondern beurteilt werden, wie tief das Material betroffen ist. Kleinere Aufwerfungen lassen sich manchmal zurückschleifen, versiegeln und mit einer passenden Reparaturmasse schließen. Bei stärker beschädigten Bodenplatten oder Seitenwänden ist dagegen ein Teilersatz sinnvoller als ein kosmetischer Ausbesserungsversuch.

Vor allem im Bereich des Unterschranks ist eine saubere Trocknung wichtig. Türen öffnen, Luftstrom ermöglichen und bei Bedarf ein Trocknungsgerät einsetzen, damit Restfeuchte aus Fugen und Bohrlöchern herauskommt. Erst wenn der Untergrund wieder stabil ist, sollte die neue Versiegelung aufgetragen werden. Kanten, Bohrungen und Schnittflächen brauchen dabei besondere Aufmerksamkeit, weil dort das Wasser zuerst eindringt. Eine nachträgliche Silikonfuge allein reicht nicht, wenn das Trägermaterial bereits Schaden genommen hat.

Bei starkem Materialabbau hilft oft nur ein abgestuftes Vorgehen: beschädigte Zone ausbauen, Ersatzteil passgenau anfertigen, Kontaktflächen gegen erneutes Eindringen schützen und anschließend den Gerätebereich neu justieren. So bleibt der Schrank langfristig nutzbar, und das Gerät bekommt wieder einen sauberen, trockenen Einbauplatz.

FAQ

Woran lässt sich erkennen, dass die Feuchte aus dem Bereich des Geschirrspülers kommt?

Typisch sind aufquellende Kanten am Unterschrank, dunklere Stellen am Sockel und ein feuchter Boden direkt unter dem Gerät. Hilfreich ist eine Kontrolle nach einem Spülgang, weil sich dann Rückstände, Tropfspuren und warme Feuchte leichter zuordnen lassen.

Warum sammelt sich Feuchtigkeit ausgerechnet am Schrank neben dem Gerät?

Bei Einbaugeräten liegt die Wärme- und Dampflast oft dicht an der Möbelfront und am Seitenteil. Fehlt eine saubere Abdichtung, zieht feuchte Luft in Fugen, Kanten und Bohrungen und schlägt sich dort nieder.

Welche Stellen sollte man zuerst prüfen?

Am Anfang stehen Türdichtung, Sockelbereich, Zulaufschlauch, Ablaufbereich und die Befestigung am Möbel. Auch die Arbeitsplatte und die Seitenwangen sollten kontrolliert werden, weil Feuchte sich von einer kleinen Undichtigkeit aus ausbreiten kann.

Wie prüft man die Türdichtung ohne Spezialwerkzeug?

Die Dichtung lässt sich mit einem trockenen Tuch abwischen und auf Risse, Verformungen oder harte Stellen kontrollieren. Danach hilft ein Blatt Papier: Lässt es sich an mehreren Punkten ohne leichten Widerstand herausziehen, schließt die Tür dort nicht sauber genug.

Kann auch Kondenswasser allein Schäden am Schrank verursachen?

Ja, vor allem bei unzureichender Luftführung oder fehlender Randversiegelung. Wiederholt auftretende Feuchte belastet Spanplatten und Kantenband, selbst wenn kein klarer Wasserstrahl sichtbar ist.

Was gehört zur Prüfung des Einbaus?

Wichtig sind passende Luftspalte, ein gerader Stand und eine saubere Montage der Möbelseiten. Ebenso sollte die Gerätefront bündig sitzen, damit sich keine feuchte Luft in Hohlräumen staut oder an scharfen Kanten sammelt.

Wie geht man bei einem vermuteten Leck sinnvoll vor?

Zuerst das Gerät spannungsfrei machen und den Wasserzulauf schließen. Danach den Bodenbereich trockenlegen, ein Papiertuch unter verdächtige Stellen legen und nach einem kurzen Probelauf beobachten, wo zuerst Feuchte auftritt.

Was hilft, wenn die Kanten des Schranks bereits aufgegangen sind?

Locker gewordene oder aufgequollene Bereiche sollten vollständig trocknen, bevor weitergearbeitet wird. Je nach Schaden müssen Kantenband, Siebdruckstelle oder sogar das betroffene Möbelteil erneuert werden, sonst dringt erneut Feuchte ein.

Welche Rolle spielen Silikon, Dichtband und Randversiegelung?

Sie schützen Stoßfugen und offene Holzwerkstoffe vor eindringender Feuchte. Entscheidend ist, dass der Untergrund sauber, trocken und tragfähig ist, sonst hält die Abdichtung nur kurz.

Wie lässt sich vorbeugen, damit der Schrank dauerhaft trocken bleibt?

Nach dem Einbau sollten alle Fugen am Möbelsockel, an Durchführungen und an der Geräteöffnung sauber versiegelt werden. Zusätzlich hilft es, die Türdichtung regelmäßig zu reinigen, den Geschirrspüler gerade auszurichten und ungewöhnliche Tropfspuren früh zu prüfen.

Wann sollte man nicht weiter selbst suchen?

Bei sichtbarem Wasseraustritt, elektrischen Auffälligkeiten oder wiederkehrender Durchfeuchtung ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl. Das gilt auch dann, wenn der Möbelkorpus bereits weich geworden ist oder die Ursache im inneren Geräteraum vermutet wird.

Fazit

Feuchte am Schrank neben dem Einbaugerät ist meist ein Zusammenspiel aus Dichtung, Montage, Luftführung und möglichem Leck. Wer systematisch prüft, kann die Ursache eingrenzen und oft mit gezielter Abdichtung oder Nacharbeit beheben. Bei strukturellen Schäden am Möbel oder bei Verdacht auf einen Gerätefehler sollte die Reparatur zügig abgeschlossen werden, damit Folgeschäden nicht größer werden.

Checkliste
  • Sockelleiste abnehmen und den unteren Bereich trocken auswischen.
  • Mit einer Lampe an Rückwand und Seiten entlangfahren.
  • Unter dem Gerät und an den Anschlussleitungen nach Tropfen suchen.
  • Die Kanten des Schranks auf Aufquellen, Ablösung oder dunkle Flecken prüfen.
  • Nach dem nächsten Spülgang erneut kontrollieren, wo neue Feuchtigkeit erscheint.

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