Für Barfußbereiche im Garten eignen sich besonders Fliesen mit rutschhemmender Oberfläche (mindestens R11), angenehmer Haptik und geringer Aufheizung in der Sonne. Am häufigsten werden dafür strukturierte Feinsteinzeugplatten, Naturstein mit geschliffener oder gebürsteter Oberfläche und spezielle Terrassenplatten im Dielenformat genutzt.
Entscheidend ist, dass die Fliese auch bei Nässe sicher begehbar ist, keine scharfen Kanten hat und sich unter den Füßen weder zu heiß noch zu rau anfühlt.
Wichtige Anforderungen an Fliesen im Barfußbereich
Wenn du viel barfuß im Garten unterwegs bist – etwa am Pool, rund um den Whirlpool, auf der Terrasse oder am Außenduscheplatz – brauchst du Fliesen, die sich angenehm anfühlen und Sicherheit bieten. Dabei greifen mehrere Faktoren ineinander: Rutschhemmung, Oberflächenstruktur, Temperaturverhalten, Wasseraufnahme, Frostsicherheit und Pflegeaufwand.
Grundregel: Je mehr Wasser im Spiel ist (Pool, Teichrand, Außendusche), desto höher sollten Rutschhemmung und Griffigkeit sein. Je sonniger und dunkler der Belag, desto stärker heizt er sich auf – das kann barfuß unangenehm werden.
Rutschhemmung: Die wichtigste Kennzahl für Barfußbereiche
In Bereichen, in denen du barfuß oder mit nassen Füßen unterwegs bist, ist die Rutschhemmung das zentrale Kriterium. Hier spielen zwei Einstufungen eine Rolle: die R-Klassen (für Arbeits- und Verkehrsbereiche, auch außen relevant) und die Barfußklassen A, B, C (typisch für Nassbereiche wie Schwimmbäder).
Für den privaten Gartenbereich orientierst du dich in der Praxis meistens an den R-Werten:
- R10: leicht rutschhemmend, für überdachte Terrassen und eher trockene Bereiche geeignet
- R11: deutlich rutschhemmend, Standardempfehlung für Außenbereiche, in denen es oft feucht wird
- R12: sehr rutschhemmend, eher für stark beanspruchte, gewerblich genutzte oder extrem nasse Bereiche
Für typische Barfußbereiche im Garten sind mindestens R11 und eine angenehm strukturierte Oberfläche zu empfehlen. Bei Poolrändern oder dauerhaft feuchten Außenduschen kann sogar eine Einstufung nahe R12 sinnvoll sein, sofern sich die Oberfläche noch angenehm begehen lässt.
Die Barfußklassen (A, B, C) werden meist bei Fliesen angegeben, die speziell für Schwimmbäder entwickelt sind. Wenn du solche Fliesen findest, ist für Poolnähe idealerweise mindestens Klasse B ratsam, bei Leitern oder stark geneigten Flächen eher C.
Oberflächenstruktur: Rau, aber nicht schmerzhaft
Rutschhemmung entsteht durch Oberflächenstruktur – und die soll griffig sein, ohne die Füße aufzureißen. Typische Varianten für Barfußbereiche:
- Matt und leicht strukturiert: Feine, kaum sichtbare Struktur, die sich angenehm weich anfühlt, aber Halt gibt.
- Gebürstet: Oft bei Naturstein; die Bürstung nimmt scharfe Kanten, sorgt aber für mehr Haftung.
- Sandgestrahlt / feingestrahlt: Raue, eher matte Oberfläche, griffig, aber je nach Steinart etwas „körnig“ unter den Füßen.
- Anti-Slip-Beschichtungen: Spezielle Glasuren oder Beschichtungen auf Feinsteinzeug, die ein raues, aber hautfreundliches Profil erzeugen.
Sehr glatte, polierte Fliesen sind für Außen-Barfußbereiche ungeeignet: Sie werden nass extrem rutschig, heizen sich schnell auf und sind empfindlicher gegen Kratzer. Genauso problematisch können extrem grobe Strukturen sein – sie fühlen sich dann wie Schleifpapier an, vor allem bei Kindern, die rennen und rutschen.
Temperaturverhalten: Heißer Stein, kalte Füße?
Ein Punkt, den viele unterschätzen: wie stark sich der Belag in der Sonne aufheizt. Je dunkler und dichter das Material, desto heißer kann es barfuß werden.
Generell lässt sich sagen:
- Helle, leicht beige oder graue Töne heizen sich weniger auf als sehr dunkle oder schwarze Fliesen.
- Feinsteinzeug nimmt tendenziell weniger Wärme auf als manche dichte Natursteine, aber dunkle Platten können dennoch unangenehm heiß werden.
- Rauere Oberflächen fühlen sich subjektiv etwas „kühler“ an, weil die Füße nicht vollflächig aufliegen.
Planst du einen vollsonnigen Poolbereich oder eine Südterrasse, solltest du gezielt helle, leicht strukturierte Oberflächen wählen und im Idealfall Musterflächen im Handel mal barfuß testen – das ist viel aussagekräftiger als jeder Prospekt.
Materialwahl: Welche Fliesenmaterialien sind ideal barfuß?
Für Barfußbereiche im Garten stehen im Wesentlichen drei Materialgruppen im Vordergrund: Feinsteinzeug, Naturstein und spezielle Outdoor-Terrassenplatten (oft auf Feinsteinzeugbasis). Jedes hat typische Vor- und Nachteile, die du gegen deinen Einsatzbereich abwägst.
Feinsteinzeug: Der Allrounder für fast alle Barfußbereiche
Feinsteinzeug ist sehr beliebt, weil es robust, nahezu wasserundurchlässig und frostbeständig ist. Für Barfußbereiche eignen sich vor allem:
- 2 cm starke Terrassenplatten mit R11/R12-Oberfläche
- Oberflächen in matt, strukturiert oder feingriffig
- helle bis mittlere Farbtöne (Sand, Hellgrau, Beige, Natursteinoptik, Holzoptik)
Vorteile von Feinsteinzeug im Barfußbereich:
- Sehr geringe Wasseraufnahme, kaum Frostschäden
- Hohe Rutschhemmung je nach Oberfläche
- Optiken von Holz über Beton bis Naturstein möglich, bei besserer Pflegeleichtigkeit
- Kaum Verfärbung durch Chlor oder typische Gartenschmutzbelastung
Nachteile oder Punkte, auf die du achten solltest:
- Dunkle Feinsteinzeugplatten können extrem heiß werden
- Stark strukturierte Anti-Slip-Oberflächen können barfuß rau wirken
- Billige Produkte können ungleichmäßige Kanten oder Oberflächen haben
Wenn du dich für Feinsteinzeug entscheidest, lohnt sich eine genaue Prüfung der Rutschhemmklasse und ein Griff zu Qualitätsware. Barfußbereiche profitieren von Oberflächen, die als „barfußfreundlich“ oder „poolgeeignet“ ausgewiesen sind.
Naturstein: Authentische Optik mit Barfuß-Potenzial
Naturstein wirkt im Garten sehr harmonisch und hochwertig. Für Barfußbereiche sind allerdings nicht alle Steine gleich gut geeignet. Wichtige Kriterien sind Porosität, Oberflächenbearbeitung und Farbe.
Geeignete Natursteinarten für Barfußbereiche (mit passender Bearbeitung):
- Sandstein (dicht und frostsicher, vorzugsweise geschliffen oder leicht gebürstet, nicht zu weich)
- Quarzit (robust, strukturierte oder gespaltene, aber nicht scharfkantige Oberfläche)
- Kalkstein (nur frostsichere Qualitäten, eher hell, geschliffen/gebürstet)
- Granit (geflammt oder feingestrahlt; beachten: kann sehr hart und etwas rau unter den Füßen sein)
Damit Naturstein barfußfreundlich ist, kommt es stark auf die Bearbeitung an:
- Geschliffen / satiniert: Glatt, aber nicht glänzend, angenehm an den Füßen, jedoch immer auf Rutschhemmung achten.
- Gebürstet: Leichte Struktur, die Kanten abrundet, sehr angenehm im Barfußbereich.
- Geflammt: Rutschhemmend, aber teilweise recht rau und bei manchen Graniten „scharf“ an den Fußsohlen.
Zusätzlich spielt die Pflege eine Rolle: Viele Natursteine benötigen Imprägnierungen, um Fleckenbildung zu reduzieren. In Poolnähe sollten sie chemisch beständig gegen Chlor sein. Außerdem solltest du ausschließlich frostsichere Natursteine nutzen, wenn sie im Außenbereich liegen.
Holzoptik-Fliesen: Barfußgefühl mit Fliesenvorteilen
Fliesen in Holzoptik kombinieren die warme Optik von Dielen mit den Vorteilen von Feinsteinzeug. Im Barfußbereich punkten sie durch:
- Angenehmes Laufgefühl, weil die Holzstruktur optisch und haptisch „weicher“ wirkt
- Keine Splittergefahr wie bei echtem Holz
- Oft matt-strukturierte, griffige Oberflächen mit R11
Besonders rund um Pools, Whirlpools oder bei Terrassen, die direkt an den Wohnbereich anschließen, sind Holzoptik-Fliesen eine sehr stimmige Lösung. Achte auch hier darauf, dass die Oberfläche explizit für Außen geeignet und rutschhemmend eingestuft ist.
Typische Einsatzbereiche im Garten – und welche Fliesen jeweils passen
Je nachdem, wo im Garten du barfuß läufst, unterscheiden sich die Anforderungen leicht. Einige klassische Zonen:
Poolrand und Poolumfeld
Hier hast du dauerhaft nasse oder zumindest oft feuchte Flächen, viel Barfußbetrieb und häufig volle Sonne. Ideal sind:
- Feinsteinzeugplatten (mindestens R11, besser mit Barfußklassifizierung B)
- Helle Farben (Beige, Sand, Hellgrau), um Überhitzung zu vermeiden
- Fein strukturierte, hautfreundliche Oberflächen
- Eventuell spezielle Poolrandsteine mit abgerundeten Kanten
Bei Pools mit Salzwasser oder stark chlorhaltigem Wasser ist chemische Beständigkeit ein Muss. Darauf achten Herstellerangaben und Fachhändler in der Regel ausdrücklich.
Terrasse und Lounge-Bereich
Auf der Terrasse geht es meist weniger nass, dafür aber viel barfuß zu – vor allem im Sommer. Geeignet sind:
- R10–R11 Feinsteinzeug, wenn der Bereich überwiegend trocken ist
- Holzoptik-Fliesen für ein warmes, wohnliches Ambiente
- Natursteinplatten mit geschliffener oder gebürsteter Oberfläche
Wenn die Terrasse überdacht ist, reicht häufig R10 aus, solange keine direkte Verbindung zu sehr nassen Bereichen besteht. Für offene, unüberdachte Terrassen ist R11 eine sichere Wahl, insbesondere wenn dort Kinder spielen oder häufig gegossen und gespritzt wird.
Außendusche, Gartendusche und Saunabereich
In diesen Bereichen sind deine Füße fast immer nass, teilweise mit Seifenresten oder Ölen auf der Oberfläche. Hier brauchst du besonders griffige Fliesen:
- R11–R12 Oberflächen mit deutlich spürbarer Struktur
- Möglichst Barfußklassifizierung B oder C, wenn verfügbar
- Kleinere Formate oder Roste, um ausreichend Fugen für zusätzliche Griffigkeit zu haben
In Dusche und Saunavorraum können auch Mosaikfliesen aus Feinsteinzeug sinnvoll sein. Durch die vielen Fugen erhöht sich die Rutschhemmung spürbar, und das Wasser läuft besser ab.
Wege und Übergänge, die du barfuß nutzt
Wege im Garten werden meist mit Schuhen begangen, aber manche Übergänge – zum Beispiel vom Pool zur Terrasse oder vom Haus zum Whirlpool – läufst du gerne barfuß. Hier eignen sich:
- Feinsteinzeug-Trittplatten in 2 cm Stärke, rutschhemmend und frostfest
- Großformatige Platten mit schmalen Fugen, damit man angenehm barfuß laufen kann
- Formate, die sich optisch an Terrasse und Poolbereich anlehnen, damit der Übergang ruhig wirkt
Wenn du Wege teilweise bekiest oder mit Rasen kombinierst, denk daran, dass Splitt oder Kies schnell auf die Fliesen getragen wird. Robustere, nicht zu empfindliche Oberflächen sind dann von Vorteil, damit kleine Steinchen nicht gleich sichtbare Kratzer hinterlassen.
Verlegung: Aufbau und Details, die barfuß den Unterschied machen
Gute Fliesen sind nur die halbe Miete – die andere Hälfte ist eine fachgerechte Verlegung. Einige Punkte sind gerade in Barfußbereichen entscheidend:
- Saubere Ebenheit: Keine Stolperkanten, keine „Treppen“ zwischen den Platten.
- Entwässerung: Ausreichendes Gefälle, damit kein Wasser stehen bleibt (Pfützen sind Rutschfallen).
- Saubere, glatte Fugen: Keine scharfkantigen Mörtelreste, keine herausstehenden Fugen.
- Abgerundete Schnittkanten: Geschnittene Kanten sollten gefast oder leicht geschliffen sein, damit du dich nicht schneidest.
In vielen Gärten werden Fliesen im Außenbereich heute als 2 cm Feinsteinzeug auf Stelzlagern oder auf Splittbett verlegt. Beide Varianten funktionieren, wenn der Unterbau stabil, frostsicher und gut drainiert ist. Mörtelgebundene Konstruktionen mit Drainagemörtel sind eine weitere Möglichkeit, vor allem bei hohen Punktlasten oder speziellen Aufbauhöhen.
Schrittweise zur passenden Fliese für deinen Barfußbereich
Um vom groben Wunsch zur passenden Fliese zu kommen, hilft ein systematisches Vorgehen. Ein möglicher Ablauf:
- Nutzungszone klären: Poolrand, Terrasse, Dusche, Mix? Wie oft wird dort barfuß gelaufen und wie nass wird es?
- Rutschhemmung festlegen: Für Pool und Dusche R11–R12, für Terrasse meist R10–R11.
- Farbwelt und Temperaturverhalten wählen: In voller Sonne eher helle Töne, im Halbschatten sind auch mittlere Farben angenehm.
- Material eingrenzen: Feinsteinzeug (pflegeleicht, vielseitig), Naturstein (authentisch, pflegeintensiver), Holzoptik (warme Wirkung).
- Oberfläche testen: Muster besorgen, mit der Hand drüberfahren, wenn möglich barfuß auf eine Musterfläche treten.
- Verlegeart planen: Splittbett, Stelzlager oder Mörtel – abhängig von Untergrund, höhen und Entwässerung.
- Detailplanung: Fugenbild, Kanten, Anschlüsse an Haus, Pool oder Rasen klären.
Wenn du diese Schritte nacheinander durchgehst, merkst du schnell, welche Produkte für deinen konkreten Garten realistisch in Frage kommen – und vermeidest Impulskäufe nur nach Optik.
Praxisbeispiel 1: Familien-Pool mit viel Kinderbetrieb
Eine Familie plant einen 4 × 8 m großen Pool mit umlaufender Liegefläche. Die Fläche ist vollsonnig, die Kinder springen ständig ins Wasser, rennen herum und bringen Spielzeug mit. Anforderungen: maximale Rutschhemmung, möglichst kühle Oberfläche, pflegeleicht.
Hier bieten sich 2 cm starke, helle Feinsteinzeugplatten (z. B. in Sand- oder Beigeton) mit R11-Bewertung und ausgewiesener Eignung für Poolbereiche an. Die Fliesen werden im Splittbett verlegt, mit leichtem Gefälle weg vom Pool. Übergänge zum Rasen erfolgen über einzelne Trittplatten im gleichen Material. Die Eltern entscheiden sich bewusst gegen sehr dunkle Betonoptik, weil Probeplatten bei Sonne zu heiß wurden.
Praxisbeispiel 2: Terrasse mit Saunafass und Außendusche
In einer Ecke des Gartens entsteht ein kleiner Wellnessbereich mit Saunafass, Außendusche und Liegefläche. Der Bereich ist halb überdacht, teils im Halbschatten. Barfußbetrieb ist Standard, Wasser nur im Duschbereich stark präsent.
Die Hauptfläche wird mit Holzoptik-Feinsteinzeug R10/11 gestaltet, das optisch zum Saunafass passt. Im direkten Duschbereich kommen kleinere Feinsteinzeugmosaike mit höherer Rutschhemmung zum Einsatz, damit das Wasser schneller abläuft und der Halt noch besser ist. Die Übergänge werden bündig und mit leicht abgerundeten Kanten ausgeführt, sodass keine schmerzhaften Stufen entstehen.
Praxisbeispiel 3: Naturstein-Terrasse am Gartenteich
Eine ruhige Sitzterrasse direkt am Wasser soll möglichst natürlich wirken. Die Eigentümer wünschen sich Naturstein, möchten aber den Bereich häufig barfuß nutzen – etwa morgens mit dem Kaffee am Teichufer.
Nach Beratung entscheiden sie sich für einen frostsicheren Quarzit mit gebürsteter Oberfläche in hellgrau-beigen Tönen. Die Bürstung nimmt scharfe Kanten und gibt leichten Grip. Die Platten werden im Drainagemörtel auf Tragschicht verlegt, mit ausreichendem Gefälle zum Teich hin. Eine Imprägnierung schützt vor stärkeren Verschmutzungen, ohne den Stein speckig glänzen zu lassen.
Typische Fehler bei Fliesenwahl im Barfußbereich
Viele Probleme im späteren Betrieb sind schon bei der Entscheidung vorhersehbar. Zu den häufigsten Fallen zählen:
- Nur nach Optik entscheiden: Hochglänzende, dunkle Fliesen sehen im Showroom toll aus, sind draußen barfuß aber oft rutschig und heiß.
- Zu geringe Rutschhemmung: Fliesen mit R9 oder polierte Oberflächen sorgen auf nassen Füßen schnell für Stürze.
- Falsche Natursteinwahl: Nicht frostsichere oder stark saugende Steine verfärben und platzen mit der Zeit.
- Keine Muster testen: Ohne Haptik- und Temperaturtest ist schwer zu beurteilen, wie angenehm eine Fliese barfuß ist.
- Fehlendes Gefälle: Selbst gute Fliesen werden glatt, wenn ständig Wasser stehen bleibt.
Wenn du diese Stolperfallen vermeidest, steigt die Chance enorm, dass du deinen Barfußbereich viele Jahre lang gerne nutzt, ohne dich zu ärgern.
Pflege und Reinigung: So bleiben Barfußflächen angenehm
Auch die beste Fliese verliert etwas von ihrer Rutschhemmung, wenn sich Schmutzfilme, Algen oder Seifenreste aufbauen. Ein paar einfache Gewohnheiten halten deine Barfußflächen sicher und angenehm:
- Regelmäßig abfegen: Laub, Erde und Staub reduzieren und so Kratzer und Schmierfilme vermeiden.
- Gelegentlich nass reinigen: Mit milden Reinigern, die für das jeweilige Material geeignet sind, und klarem Nachspülen.
- Kein Fettfilm: Im Saunabereich und bei Außenduschen auf Ölreste achten und diese gründlich entfernen.
- Algenbildung verhindern: In schattigen, feuchten Zonen eventuell häufiger reinigen, bevor sich grüne Beläge festsetzen.
Bei Naturstein solltest du immer auf speziell geeignete Reiniger achten, um die Oberfläche oder eine vorhandene Imprägnierung nicht zu beschädigen. Im Zweifel lieber mildere Mittel und etwas mehr mechanische Unterstützung durch Bürsten einsetzen.
Fragen & Antworten rund um Fliesen für Barfußbereiche im Garten
Welche Rutschhemmung brauche ich im Barfußbereich wirklich?
Für klassische Terrassen, die überwiegend trocken sind, reicht häufig R10, in vielen Fällen ist R11 jedoch die sicherere Wahl. In Bereichen mit viel Wasser wie Poolränder, Außenduschen oder Saunavorzonen solltest du mindestens R11, besser noch Fliesen mit höherer Barfußsicherheit wählen. Je stärker Spritzwasser und Seifenreste vorkommen, desto höher sollten Rutschhemmung und Oberflächenstruktur ausfallen.
Sind polierte Feinsteinzeugfliesen für den Außenbereich geeignet?
Polierte Feinsteinzeugfliesen sind für Barfußbereiche im Garten im Allgemeinen keine gute Idee. Nasse, polierte Oberflächen werden sehr glatt und erhöhen deutlich die Sturzgefahr. Zudem heizen sich polierte, dunkle Flächen stark auf und zeigen Kratzer und Verschmutzungen schneller.
Welche Fliesen heizen sich in der Sonne am wenigsten auf?
Fliesen in hellen Farben wie Beige, Hellgrau oder Sand heizen sich in der Sonne am wenigsten auf. Dazu kommen matte, leicht strukturierte Oberflächen, die sich unter den Füßen angenehm anfühlen und nicht flächig am Fuß „kleben“. Dunkle Feinsteinzeugplatten oder Natursteine können dagegen bei direkter Sonneneinstrahlung sehr heiß werden.
Kann ich die gleichen Fliesen für Innen und Außen verwenden?
Manche Serien bieten passende Fliesen für Innen und Außen, meist mit unterschiedlicher Oberflächenrauigkeit. Für den Außenbereich brauchst du eine höhere Rutschhemmung und Frostsicherheit, weshalb du dort auf spezielle Outdoor-Varianten achten solltest. Innen kannst du dann auf eine glattere, leichter zu reinigende Oberfläche der gleichen Optik setzen.
Sind Natursteinfliesen schwieriger zu pflegen als Feinsteinzeug?
Viele Natursteine sind pflegeintensiver, weil sie poröser sind und eher Flecken aufnehmen. Oft ist eine Imprägnierung sinnvoll, um Wasser und Schmutz abzuweisen. Feinsteinzeug ist durch seine dichte Struktur meist deutlich unempfindlicher und leichter zu reinigen, daher gerade in stark genutzten Barfußbereichen häufig die pragmatischste Wahl.
Wie vermeide ich scharfe Kanten an geschnittenen Fliesen?
Geschnittene Fliesenkanten sollten immer leicht gebrochen oder gefast werden, zum Beispiel mit einer Schleifscheibe oder speziellen Werkzeugen. Gerade in Barfußbereichen lohnt es sich, hier sorgfältig zu arbeiten oder den Fliesenleger explizit darauf hinzuweisen. Sauber gearbeitete Kanten fühlen sich angenehm an und reduzieren das Risiko kleiner Schnittverletzungen.
Was ist besser: Fliesen im Mörtelbett oder lose auf Splitt bzw. Stelzlagern?
Das hängt von Untergrund, Aufbauhöhe und Nutzung ab. Lose verlegte 2-cm-Feinsteinzeugplatten auf Splitt oder Stelzlagern sind flexibel, gut zu reparieren und weit verbreitet auf Terrassen und Poolbereichen. Eine mörtelgebundene Verlegung mit Drainagemörtel bietet dagegen einen sehr stabilen Belag, der sich besonders bei hohen Punktlasten oder sehr komplexen Geometrien bewährt.
Wie breit sollten Fugen in Barfußbereichen sein?
Fugen sollten so bemessen sein, dass Wasser sicher ablaufen kann, ohne dass sie beim Laufen unangenehm sind. Viele Terrassenplatten werden mit 3–5 mm Fugen verlegt, was einen guten Kompromiss darstellt. Größere Fugenbreiten sind eher bei Naturstein oder Trittplatten üblich, wirken barfuß dann aber eher rustikal und sollten sauber abgerundet sein.
Kann ich auf rutschhemmenden Fliesen trotzdem ausrutschen?
Ja, selbst die beste Rutschhemmung bietet keine absolute Garantie. Glatte Seifen- oder Fettfilme, Algenbewuchs oder stehendes Wasser können auch bei R11-Fliesen für unsicheren Tritt sorgen. Regelmäßige Reinigung, gutes Gefälle und passende Nutzung (zum Beispiel keine öligen Pflegeprodukte direkt auf dem Boden) sind deshalb genauso wichtig wie die Wahl der Fliese.
Wie finde ich heraus, ob eine Fliese frostbeständig ist?
Bei allen Fliesen, die außen eingesetzt werden, sollte die Frostbeständigkeit in den technischen Daten oder auf der Verpackung angegeben sein. Besonders Feinsteinzeug mit sehr geringer Wasseraufnahme gilt als frostbeständig, wenn es korrekt verlegt und entwässert wird. Bei Naturstein musst du dich auf geprüfte, als frostsicher ausgewiesene Qualitäten verlassen und eine passende Verlegeart wählen.
Welche Kosten muss ich für hochwertige Fliesen im Barfußbereich einplanen?
Die Preisspanne ist groß: Hochwertiges Feinsteinzeug für den Außenbereich beginnt häufig im mittleren Preisbereich pro Quadratmeter und kann je nach Design deutlich teurer werden. Naturstein in guter, frostsicherer Qualität liegt oft oberhalb einfacher Feinsteinzeugserien, dafür bekommst du eine sehr individuelle Optik. Hinzu kommen Verlegekosten, die bei anspruchsvollen Barfußbereichen mit sorgfältiger Entwässerung und Kantenbearbeitung höher liegen können.
Fazit: Angenehm, sicher und langlebig – so fühlt sich dein Garten barfuß richtig gut an
Für Barfußbereiche im Garten zählen drei Dinge: eine sichere, rutschhemmende Oberfläche, ein angenehmes Laufgefühl und ein Belag, der in der Sonne nicht zur „Bratpfanne“ wird. In den meisten Fällen führen dich diese Anforderungen zu hochwertigen Feinsteinzeugplatten mit R11, hellen Tönen und feiner Struktur oder zu sorgfältig ausgewähltem Naturstein mit gut bearbeiteter Oberfläche. Wenn du Rutschhemmung, Material, Farbe und Verlegung bewusst aufeinander abstimmst, wird deine Terrasse, dein Poolbereich oder deine Außendusche zu einer Fläche, auf der du das ganze Jahr über gerne barfuß unterwegs bist.
Fazit
Fliesen für Barfußbereiche im Garten sollten in erster Linie rutschhemmend, angenehm begehbar und hitzearm sein. Meist erfüllen hochwertige Feinsteinzeugplatten oder sorgfältig ausgewählter Naturstein mit geeigneter Oberflächenbearbeitung diese Anforderungen am besten. Achte außerdem auf geprüfte Frostbeständigkeit und eine fachgerechte Verlegung, damit dein Barfußbereich dauerhaft sicher und komfortabel bleibt.